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13. September 2008
Schriller Start im Rocker
Am 11.9. eröffnete das Rocker - nach der Sommerpause - sein bewährtes Live-Programm mit der Berliner Band Skin Diary.
Etwas verspätet – weil Stau auf der Bahn – trafen die vier Multikulti-Rocker in Hannovers Steintorviertel ein. Eher unscheinbar aber akribisch wurde das Equipment installiert, der Sound gecheckt und plötzlich war da eine Band im wilden Rocker, von der man wohl behaupten darf, dass diese schon bald nicht mehr nur ein Geheimtipp sein wird. Sicherlich findet man Skin Diary schon bald auf den großen Live-Veranstaltungen - wo auch immer - wieder.
Schrille Outfits, treibende Beats und ein Sound, der alles bietet, was man zwischen Lieblichkeit und Brachialität vermuten kann. Schrill ist auch die Art und die Stilistik des gesanglichen Könnens der Sängerin Jessica Jekyll. Mitunter hört man die Kraft einer Jannis Joplin aus der zum Tanzen einladenden Musik. Wem es aber gegönnt ist sich in den Skin-Diary-Style fallen zu lassen, der kommt nicht daran vorbei, sich an die Musik und das klangliche Bild einer frühen Blondie / Debbie Harry zu erinnern.
Ein bisschen Glamour-Pop, ein Kern von 70th Garage-Rock mit einer Portion Verrücktheit... und doch ist Skin Diary – ganz im Sinne der Zeit – postmodern und eigenständig.
Ohne Zweifel hat die musikalische Kunst der frischen Berliner keine Schublade verdient, in die sie vielleicht mancher stecken möchte. Als Sängerin würde Jessica Jekyll jeder Band ihren eigenwilligen Stempel aufdrücken. Dies allein unterstreicht die Güteklasse dieser unter die Haut gehenden Sängerin und setzt das musikalische Können ihrer drei Mitstreiter in bestes Rampenlicht.
http://www.skindiary.com
Bericht und Fotos von Olli Kurtz
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