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Geben vor, angeblich keinen Metal zu mögen...
Geben vor, angeblich keinen Metal zu mögen...

...J.B.O. zelebrierten eine besondere Show im Capitol...
...J.B.O. zelebrierten eine besondere Show im Capitol...

...die bei den vielen Fans auf sehr viel Begeisterung stieß
...die bei den vielen Fans auf sehr viel Begeisterung stieß

Sie mischten Beatles und Metallica: Der support-Act Beatallica
Sie mischten Beatles und Metallica: Der support-Act Beatallica

19. Dezember 2009

„I don´t like metal!“

J.B.O. und ihre Show im Capitol

Die Securities am Bühnenrand rollen mit den Augen: J.B.O. sind in der Stadt und locken eine Fan-Schar an, die keine Gefangenen macht. Das Bier fließt in rauen Mengen, die Haare fliegen, alle grölen mit. Das Motto des Abends: „I don´t like metal, I love it!“

Dieses Bob-Marley-Cover ist dann auch gleich der zweite Song des Abends, zuvor hatten die vier Mittelfranken mit „Ein Fest“ (einem „Go West“-Cover), schon alles klar gemacht: Das gut gefüllte Capitol frisst J.B.O. aus der Hand. Und selbst, wer mit der Musik der Bayern vorher noch nie in Berührung gekommen ist, kann sich der Wirkung nicht entziehen. Die Mischung aus bekannten Evergreens, selbst komponierten Party-Hymnen und Kalauern macht einfach zu viel Spaß.

Auch wer gar nicht auf die Texte achtet kann an J.B.O. seine Freude haben, schließlich sind sie – neben all der feuchtfröhlichen Feierei – eine faustdicke Metal-Band. Technisch absolut fit, mit einem sehr dicken, brutalen, aber doch angenehm klaren Sound, zerlegen sie das Capitol fachgerecht.

Da hatten es Beatallica, die als Vorband fungierten, doch deutlich schwerer. Ihr Sound kam eher fitzelig daher. Dennoch: Auch diese Band muss man mal gehört haben, denn das Konzept ist einfach zu genial: Die Amerikaner mischen Parts aus Metallica- und Beatles-Songs, verschwurbeln die Texte und machen daraus heftig rockende Party-Knaller. Heraus kommen dann Titel wie „Fuel On The Hill“, die Fans aus beiden Lagern erst zum Schmunzeln und dann zum Tanzen bringen.

Nach einer halben Stunde setzen dann allerdings die ersten „J.B.O.“-Sprechchöre ein, das Beatallica-Konzept wurde verstanden und artig abgenickt – aber jetzt sollen dann doch bitte die vier Musiker aus den „United States Of Blödsinn“ auf die Bühne kommen!

Eine unheimlich treue und euphorische Fan-Schar freut sich dann auch gleich am Anfang über und wie „Bolle“, tanzt, feiert und grölt mit. Selbst die, die mit Platzwunden aus dem Saal geführt werden, haben noch ein Bier in der Hand, die Arme hochgerissen – und singen lautstark mit.

Offensichtlich hatte man sich lang auf J.B.O. gefreut, schade, dass für manche der Abend dann schon so früh endet. Auch J.B.O. haben sich offensichtlich lang auf ihre Tour gefreut, und vor allem gut vorbereitet. Die Show wirkt gut durchdacht, der Sound ist glasklar, die Lichtshow kann begeistern – neben all dem Gesinge von Bier und so scheinen die Bayern eine hart arbeitende Band mit einer fähigen Crew zu sein.

Und so wird der Abend im Capitol zum Selbstläufer. Auch Beatallica-Sänger Jaymz Lennfield darf nochmal auf die Bühne, um „Ein Guter Tag Zum Sterben“ vorzutragen. Naja zum Sterben schön ist die Musik von J.B.O. dann vielleicht doch nicht – aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Bis zum nächsten Mal!

www.myspace.com/kickersofass
www.myspace.com/beatallica

Fotos und Bericht: Paul Schüler

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