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10. Dezember 2009
Punkrock generationenübergreifend
Das erste Album von Fat Belly ist da
Die junge Melodic-Punk-Rock-Band Fat Belly hat es geschafft. Das erste Album ist im Kasten und inzwischen auch fix und fertig aus dem Presswerk. Am morgigen Freitag wird die CD mit dem Titel „Turn The Amplifiers On (Alter)!“ im Béi Chéz Heinz Hannover live vorgestellt.
Mit dem ersten Album haben Fat Belly, getreu dem Motto „alles zu seiner Zeit“ oder „alles braucht seine Zeit“ augenscheinlich nichts überstürzt. So ein bisschen fühlt sich das nach „alter Schule“ an. Erst einmal über einige Jahre live spielen, sich wenigstens in der Heimatstadt Hannover und Region einen Namen machen und dann ein Album. Das fühlt sich aber auch bodenständig an, was die Band in Zusammenarbeit mit unter anderem Produzent Jenzzz Gallmeyer im Institut für Wohlklangforschung aufgenommen hat.
Ein erster Eindruck: Wer Fat Belly nicht schon vorher als überaus vitale und sehr gute Live-Band kennengelernt hat, wird womöglich zunächst mal sagen. Ah, mal wieder eine Pop-Punk-Band mit schlüssigen, soliden, melodischen Songs. Geht okay, kennt man aber so ähnlich schon, gibt ja in Deutschland nicht gerade wenige Bands ähnlicher Ausrichtung und das auch schon seit einigen Jahren.
Wer aber Vergleiche anstellt, wird feststellen, dass dieses Album tendenziell anders produziert wurde als viele Newcomer-Alben. Man hat im Falle von „Turn The Amplifiers On“ auf grelle und harte Effekte zum Mega-Fettmachen und Hightechspielereien für Stadiontauglichkeit verzichtet. Diese Platte knallt und ballert nicht, sie läuft dagegen rund und rockt kraftvoll und warm geradeaus. Bodenständig eben. Statt mit zuweilen kühlem Industrieklang kommt dieses Album fast schon analog rüber, könnte man sich glatt auch als Vinyl-Schallplatte vorstellen.
Es mag daran liegen, dass dieses Fat Belly Album fast schon ein generationenübergreifendes Projekt ist. Erfahrene Rock´n´Roll und Punk-Rock-Füchse wie Produzent Jenzzz (u.a. auch Gitarrist bei Terry Hoax und Gigantor) oder hannoversche Rock-Gitarrenurgesteine mit hoher Reputation wie Andreas Mertens halten hier die Spät-70er / Früh-80er-Fahne hoch, auch Gigantor-Sänger Gagu war involviert oder Jay Landsford. Credits bekommen aber auch Hannover-Szene-prominente Leute wie Karsten „Kommander“ Kniep, u.a. Drummer bei Kuersche, der als Drum-Techniker am Fat Belly Album beteiligt war. Willi Dammeier und Nils Ruzicka haben ebenfalls als Tontechniker entscheidend mitgewirkt und um den Bogen wieder zur jüngeren Hannover-Szene-Fraktion zu schlagen: IchKannFliegen-Sänger Niko Stege hat zu zwei Songs vocals beigesteuert.
Das Ergebnis ist auf der einen Seite ein ziemlich ausgereiftes Album mit immerhin 14 Songs, das aber noch mit jugendlicher Vitalität aus dem Quark kommt. Die beim Live-Publikum inzwischen schon legendäre „Hannover“-Hymne darf da natürlich auch nicht fehlen.
Die CD-Besprechung folgt demnächst hier im Magazin.
Link: www.myspace.com/fatbellymusic
Foto: Coverscan
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